On the boat…

Heute haben wir unser Dasein auf das Wasser verlegt und unser neues Quartier bezogen. Insgesamt sind wir 12 Personen auf dem Boot, also sehr überschaubar und ruhig – teilweise sogar zu ruhig. Am Anfang hat der Skipper gefragt, wer Feuerwerk sehen möchte und die Mehrheit hat dafür gestimmt. Wir im übrigen nicht. Es ist jetzt 23:37 und die Steffen und ich sind die einzigen, die noch wach sind. Der Wind saust uns im die Ohren und wir wurden bereits mit einem wunderschönen Sonnenuntergang belohnt.

Wir warten auf das neue Jahr. Was es wohl so bringen wird? Wir werden es sehen uns freuen uns auf hoffentlich viele spannende gemeinsame Erlebnisse.

On the road…

Heute haben wir uns treiben lassen, die Cabin auf der Farm war für eine weitere spontane Nacht bereits ausgebucht also hieß es mal gucken was so kommt. Am Frühstückstisch wurde dann die neue Unterkunft gesucht. 3h von Rockhampton und 2h vor Airlie Beach, die Bewertung auf booking.com mit 9,9 und der Preis für 73€ inkl. Frühstück nahezu unglaublich. Sparen tut gut und es ist wunderschön hier. Nach einem Pool 🏊‍♀️ Besuch und Chillen auf einer Bank im Grünen ging es dann ab nach Mackay. Beim Abendessen haben wir dann unsere Pläne für Dubai etwas geändert. Von 3 Nächte im guten Hotel zu 2 Nächte Luxus Bunker direkt am Meer mit Halbpension und Club Vorzügen (das gesparte muss ja gleich wieder gut investiert werden…) und 1 Nacht für 69€ direkt am Flughafen. Wir sind gespannt, ob die Buchung über FTI gut klappt.

Uns tut es aktuell gut keine voll verplanten Tage zu haben, jedoch müssen wir bis hierhin gestehen, dass uns Australien jetzt bis dato noch nicht so umgehauen hat wie Neuseeland. Das könnte aber auch einfach daran liegen, dass wir Wandern und Aktivurlaub bevorzugen oder uns die reichen Wälder von Neuseeland und deren Berglandschaften echt gut gefallen haben. Oder das wir jetzt mehr aufpassen müssen wohin wir treten und gehen. Umso nördlicher wird es Croc und Snake reicher und die Einheimischen raten uns zur Achtsamkeit. Wer weiß. Es ist schön einfach mal zu entspannen und nicht so viel zu tun.

Lagerfeuer und Grillen

Wir befinden uns auf einer Farm, sehr ursprünglich und ehrlich. Heute war ausschlafen angesagt, danach frühstücken und dann ab in eine private Auffangstation für verletzte oder ausgestoßene Tiere. Irgendwie erinnerte es an einem Zoo, aber mit dem Hintergrund, dass diese Tiere ohne Hilfe nicht überlebt hätten und später wieder ausgesetzt werden, fühlt es sich besser an. Danach gab es eine Farmführung und vieles Wissenswertes. Wir haben auch gelernt wie die Einheimischen mit den Gefahren hier umgehen, es scheint hier zahlreiche Taipane zu geben. Der Schwiegervater von Ryan wurde mal gebissen, eine Minute vom Krankenhaus war es um ihn vorbei, die Ärzte konnten ihm jedoch Wiederbeleben. Das ganze wurde erzählt als wäre es eine Geschichte oder Normalität, mir läuft es immer noch kalt den Rücken herunter. Scary, so richtig scary.

Das Lagerfeuer lodert noch leicht vor sich hin und wir gehen dann mal so gegen 21 Uhr schlafen. 🤪

P. Sherman, 42 Wallaby Way, Sydney

Es hat mich sehr gereizt, diese Adresse als Zieladresse bei der Einreise anzugeben, aber ich habe mich dann doch nicht getraut. Naja, in meinem Kopf ist es trotzdem witzig und die Bilder von Dorie, wie sie die Adresse vorliest, bringen mich zum schmunzeln…

Angekommen am Flughafen, ergatterten wir uns aber erstmal einen Stempel im Pass. Durch die Digitalisierung fällt eigentlich sogar das weg, aber wozu gibt es schließlich die ganzen Seiten im Pass, wenn sie nicht mehr gestempelt werden? Also, Hundeblick aufgesetzt, frohe Weihnachten gewünscht und ganz lieb nachgefragt – Zack, Stempel im Pass.

Unser Hotel hat uns gleich bei der Ankunft sehr beeindruckt: sauber, ordentlich, modern, gemütlich und das Personal sehr freundlich. Und zu unserer Freude, bekamen wir auch noch ein Upgrade. Wenn das kein adäquates Weihnachtsgeschenk war 🙂

Die Sachen abgelegt, schnell frisch gemacht, Kamera geschnappt und raus ging’s in die Stadt. Vieles erinnerte mich an England, am Hafen angekommen war dann aber schnell klar: Wir sind im Sydney! Vor der Harbour Bridge und der Oper tümmelten sich schon etliche Touristen. Die Sonne ging gerade unter, so dass die Oper ständig in anderes Licht getaucht wurde. Ei. Sehr schönes Schauspiel!

Lange hielten wir es jedoch nicht aus, kehrten noch schnell in eines der wenigen offenen Restaurants ein, um dann festzustellen, dass es kein Essen mehr gibt. Also wieder: enttäuscht schauen, Hundeblick aufsetzen, frohe Weihnachten wünschen, Zack – wir bekamen noch essen. Känguru und Lamm. Lecker.

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen vom sightseeing. Wir kauften uns ein Ticket für den hopp on/hopp off Bus, ließen uns für ein delux Ticket überreden, in dem noch eine Hafeneinfahrt und der Besuch des towers inbegriffen war, um dann am Hafen festzustellen, dass die Touren nur reduziert fahren auf Grund des Feiertages. Und so fuhren wir nur einmal schnell übers Wasser uns wieder zurück – für ein paar Bilder hat’s gereicht, aber von Rundfahrt kann nicht die Rede sein.

Also haben wir unsere deutsche Beschwerdeseele mal gepflegt und sind zum Office – die wussten von nichts und schickten uns weiter, auch da schaute man überrascht und sagte uns, dass sie nichts machen kann. Also wieder: enttäuscht gucken, Hundeblick aufsetzen, frohe Weihnachten wünschen – Zack, wir bekommen unser Geld zurück. Die Masche funktioniert also einwandfrei…(muss ich bei Steffen auch mal probieren…)

Danach ging es noch an den Bondi Beach, wo unglaublich viele Menschen waren. Kleine und große Kinder mit Surfbrettern en Masse. Verrückt, die Aussies! 🏄‍♂️🏄‍♀️

Auf nach Sydney

Good bye New Zealand! We had an awesome amazing time!

Der Flieger ist zum Glück sehr leer, so dass wir uns ausstrecken können. Jeder hat 3 Sitze für sich.

Auf Wiedersehen Neuseeland (und das meine ich wörtlich). Die beeindruckende Landschaft durften wir noch ein letztes Mal von oben bewundern.

Ich höre ein wenig Weihnachtsmusik, um wenigstens ein bisschen Weihnachtsstücken aufkommen zu lassen – es funktioniert. Die Klimaanlage ist kühl genug, um mir Weihnachten bei Schnee und Kälte vorzustellen.

Gelandet in Sydney wars das jedoch schon wieder. 25 grad und herrlichster Sonnenschein begrüßen uns 🙂

Cardrona

Cardrona ist ein kleines verschlafenes Nest, unscheinbar am Rande der Verbindungsstecke Wanaka – Queenstown.

Hinter dem unscheinbaren Haupthauses des Hotels entpuppt sich ein wahres Paradies. Urgemütlich uns ein wunderschöner Garten. Wenn das mal nicht perfekte Ort ist, um Heiligabend zu verbringen. Am allermeisten freute ich mich jedoch auf einen entspannten Tag, ohne große Wanderung…

Den Vormittag verbrachten wir damit, unsere Wäsche zu waschen. Sehr unspektakulär, aber irgendwie war das Gefühl wunderbar, die saubere Wäsche dann wieder zu verstauen… ein kleiner Start in den 2. Urlaub.

Nachmittags ging es dann nach Wanaka. Im Vergleich zu Queenstown, ein viel netteres und ruhigeres Städtchen, auch touristisch, aber eher für Neuseeländer selber, nicht so verrückt wie Queenstown.

Natürlich stiefelten wir auch zum berühmten Wanakatree und machten ebenfalls Bilder vom einen der meistfotografiertesten Objekte in Neuseeland. Ein Baum im WasserY so unspektakulär das klingt, aber irgendwie ist es tatsächlich ein schönes Bild – vor allem auch die Kulisse.

Schnell noch ein Eis, ein bisschen bummeln und schnökern und dann ging es doch noch auf eine kleine Wanderung mit grandiosem Ausblick auch die Gegend! Einfach Wahnsinn! Da hat der liebe Gott es echt gut gemeint!

Zurück im Hotel gabs dann lecker essen und ein bisschen Weihnachten in Form eines Knallbonbons gab es auch. HoHoHo!

Frohe Weihnachten!

Es ist der 1. Weihnachtsfeiertag, die Sonne scheint schon um 8:00 morgens wie verrückt. Wir nutzen unseren letzten Tag für einen kurzen Ausflug nach Wanaka – Baden zu Weihnachten, das muss einfach sein. Zugegebenermaßen war es dann doch ziemlich kalt im Wasser, so es ne ein kurzes Vergnügen war.

Ansonsten fühlt es sich wenig weihnachtlich an. Im Hotel brannten heute früh die Kamine und wir wurden mit einem überschwänglichen „Merry Christmas“ begrüßt, aber das war es dann auch. Frühstück gab es in der Sonne – danach noch ein bisschen 4 gewinnt spielen und schaukeln.

Und dann ging es auch schon zum Flughafen….

Kepler Track Day 2

Die Nacht im Bunkbett war zwar lang, aber nicht wirklich erholsam. Für mich (Tini) einfach zu hart und diese Schlafsäcke Rascheln einfach so fürchterlich… Gefühlt habe ich kein Auge zugemacht und so freute ich mich riesig, endlich aufstehen zu dürfen.

Frühstücken könnten und mussten wir reichlich – alles, was wir aßen, mussten wir nicht schleppen, juchu. Meine Schultern freuten sich darüber sehr, denn auch wenn der Rucksack nicht wirklich voll war, musste ich leider feststellen, dass dieser ein kleiner Fehlkauf war und überhaupt nicht für meinen Rücken passte.

Die Sonne lachte und verdrückte den morgendlichen Frost langsam aus dem Tal. Steffen hatte Lust, wieder über den Kamm zurückzugehen, um diesmal die gesamte Aussicht genießen zu können. Bei dem Wetter wäre der Ausblick sicher nich großartiger gewesen, aber keine Beine und mein Kopf signalisierten ein eindeutiges NEIN und wollten lieber die flachere Strecke zurück – und außerdem ist es ja ein Rundweg, und wir wollten ja die gesamte Strecke gehen…

Und so ging es los, durch viel Wald und Moorlandschaften. Und was soll ich sagen? Berge sind auch von unten betrachtet beeindruckend! Nach der abendliche Ansage des Rangers, haben wir auch öfter mal nach oben geschaut und die Vögel beobachtet und einige Piepgurken kamen wirklich zum Vorschein…

Am Ende eine sehr schöne, auch wenn weniger spektakuläre, Wanderung. Nach 24km waren wir dann sehr froh, am Shuttle Bus zurück zu unserem Auto anzukommen. Nach 2 Stunden Fahrt kamen wir dann auch schon bei unserem letzten neuseeländischen Halt an – Cardrona.

Kepler Track

Die Rucksäcke haben wir am Abend gepackt und uns darauf einstimmig geeinigt nicht ganz so früh aufzustehen. Das Wassertaxi um 09:30 zum Brod Bay reicht für unsere 24km mit zirka 1.600m hoch und 1.300m runter. Am Morgen tröpfelte es noch etwas, der Wetterbericht war recht gut und hat sich am Morgen auch noch gebessert.

Wir liefen am Anfang 800HM durch einen bezaubernden Wald bergauf zur Luxmore Hut, kurz vor der Hütte tröpfelte es etwas mehr. Die Wolken trieb der Wind in die Berge und Klärchen drückte sie nach unten. Was für eine Stimmung, Sonnenschein ist geil aber diese Stimmung ist auch atemberaubend!

Nach der Luxmore Hut ging es auf den atemberaubenden Pfad über zahlreiche Bergkämme, hin und wieder zeigte sich kurz Klärchen oder schob hier und da kurz die Wolken für ein atemberaubendes Panorama weg. Auf dem Weg lernte Tini die sehr intelligenten und wunderschönen Kea Vögel kennen und spielte mit ihnen das Spiel Rücksack allein liegen lassen. Ich kletterte auf den Mt Luxmore und in dem Moment belohnte mich Klärchen mit einer überwältigenden Aussicht! Yeah!!!

Nach weiteren Bergkämmen ging es von 1.400m runter auf 450HM zur Iris Burn Hut, unserer heutigen Schlafplatz.