Kepler Track Day 2

Die Nacht im Bunkbett war zwar lang, aber nicht wirklich erholsam. Für mich (Tini) einfach zu hart und diese Schlafsäcke Rascheln einfach so fürchterlich… Gefühlt habe ich kein Auge zugemacht und so freute ich mich riesig, endlich aufstehen zu dürfen.

Frühstücken könnten und mussten wir reichlich – alles, was wir aßen, mussten wir nicht schleppen, juchu. Meine Schultern freuten sich darüber sehr, denn auch wenn der Rucksack nicht wirklich voll war, musste ich leider feststellen, dass dieser ein kleiner Fehlkauf war und überhaupt nicht für meinen Rücken passte.

Die Sonne lachte und verdrückte den morgendlichen Frost langsam aus dem Tal. Steffen hatte Lust, wieder über den Kamm zurückzugehen, um diesmal die gesamte Aussicht genießen zu können. Bei dem Wetter wäre der Ausblick sicher nich großartiger gewesen, aber keine Beine und mein Kopf signalisierten ein eindeutiges NEIN und wollten lieber die flachere Strecke zurück – und außerdem ist es ja ein Rundweg, und wir wollten ja die gesamte Strecke gehen…

Und so ging es los, durch viel Wald und Moorlandschaften. Und was soll ich sagen? Berge sind auch von unten betrachtet beeindruckend! Nach der abendliche Ansage des Rangers, haben wir auch öfter mal nach oben geschaut und die Vögel beobachtet und einige Piepgurken kamen wirklich zum Vorschein…

Am Ende eine sehr schöne, auch wenn weniger spektakuläre, Wanderung. Nach 24km waren wir dann sehr froh, am Shuttle Bus zurück zu unserem Auto anzukommen. Nach 2 Stunden Fahrt kamen wir dann auch schon bei unserem letzten neuseeländischen Halt an – Cardrona.

Kepler Track

Die Rucksäcke haben wir am Abend gepackt und uns darauf einstimmig geeinigt nicht ganz so früh aufzustehen. Das Wassertaxi um 09:30 zum Brod Bay reicht für unsere 24km mit zirka 1.600m hoch und 1.300m runter. Am Morgen tröpfelte es noch etwas, der Wetterbericht war recht gut und hat sich am Morgen auch noch gebessert.

Wir liefen am Anfang 800HM durch einen bezaubernden Wald bergauf zur Luxmore Hut, kurz vor der Hütte tröpfelte es etwas mehr. Die Wolken trieb der Wind in die Berge und Klärchen drückte sie nach unten. Was für eine Stimmung, Sonnenschein ist geil aber diese Stimmung ist auch atemberaubend!

Nach der Luxmore Hut ging es auf den atemberaubenden Pfad über zahlreiche Bergkämme, hin und wieder zeigte sich kurz Klärchen oder schob hier und da kurz die Wolken für ein atemberaubendes Panorama weg. Auf dem Weg lernte Tini die sehr intelligenten und wunderschönen Kea Vögel kennen und spielte mit ihnen das Spiel Rücksack allein liegen lassen. Ich kletterte auf den Mt Luxmore und in dem Moment belohnte mich Klärchen mit einer überwältigenden Aussicht! Yeah!!!

Nach weiteren Bergkämmen ging es von 1.400m runter auf 450HM zur Iris Burn Hut, unserer heutigen Schlafplatz.

Hello Queenstown

Heute morgen zeigte sich Klärchen am Mt Cook zum Abschied und wir unternahmen noch eine kleine Wanderung zum Tasman Glacier View.

Danach ging es direkt weiter nach und Queenstown, eingecheckt im YHA und gleich im Anschluss gab es für Tini Queenstown in a Nutshell. Das Wetter klarte wunderbar auf und wir unternahmen eine Wanderung zum Ben Lomond Sumit.

21 Uhr waren wir wieder zurück, schnell umgezogen und rein ins Abendleben von Queenstown. Lecker Eis und natürlich ein Burger beim angesagten Fergburger. Wir mussten eindeutig feststellen das der Burger im Abel Tasman, the Fat tui deutlich besser war.

Was für ein Wahnsinn da, völlig krass. Wir aßen unseren Burger am Hafen und fütterten mit den Brotresten die Enten.

Guten Nacht!

Glamping adé, oder weine nicht, wenn der Regen fällt… dam dam

Gestern nun mussten wir also schweren Herzens unser Paradis verlassen. Wir hatten zwar nicht so gut geschlafen, da der Wind so laut war, dass wir kaum schlafen konnten, aber dennoch sahen wir der Weiterfahrt etwas wehmütig entgegen.

Kein Wunder also, dass wir die Abfahrt sehr lange herausgezögert haben und jede Möglichkeit genutzt, mit Patrick, dem Betreiber des Glampings, über Gott und der Welt zu diskutieren. Ich glaube, er hat es ähnlich genossen wie wir und somit machten wir uns dann erst kurz nach 12 auf den Weg zum Mount Cook.

Da dort für den ganzen Tag Starkregen angesagt war, fiel es uns nicht schwer, uns Zeit zu lassen. Ein wenig Hoffnung, dass sich der Wetterbericht nicht bewahrheitet hatten wir zwar, aber Dort angekommen, mussten wir einsehen, dass er stimmte. Eine einzige graue Suppe empfing uns. Immerhin konnten wir unser Auto direkt vorm Eingang zu unserer Hütte parken, überdacht versteht sich, so dass wir zu mindestens trocken in die gute Stube kamen. Naja, gute Stube ist relativ, schließlich sind wir noch immer ein bisschen verwöhnt von unserer Glamping-Erfahrung. Schnell merkten wir, dass hier der Massentourismus vorzufinden ist und dass die Unterkünfte nur auf Profit ausgerichtet sind. Alles einfach und billig, keine Seele im Ambiente, kein Herz, keine Passion – Tourismus als reine Geldquelle. Naja gut, aber so ist das halt, wenn die Natur drumherum atemberaubend ist, auch wenn wir dies auf Grund des Regens nur erahnen konnten. Um wenigstens noch ein bisschen rauszukommen, sind wir spontan ins Auto gestiegen und wieder aus dem Regen raus gefahren. Der Blick vom See auf die wolkenverhangenen Berge war auf jeden Fall besser als das Grau vorm Fenster. Zwischendurch blitze sogar die Sonne ein wenig durch und wir durften einen Regenbogen bewundern. Und es hoppelten überall kleine Hasen rum 😊

Zurück im düsteren Grau gab es dann noch was zu essen und dann ging es ab ins Bett. Ich muss zugeben, dass dieses schon ausgesprochen bequem ist und wir beide haben super geschlafen. Ganze 10 Stunden – Juchu, es ist Urlaub!

Heute hat sich das Wetter dann zum Glück noch ein wenig geändert. Auf Grund der Witterungsbedigungen entschieden wir uns für eine leichte Tour im Tal – leider hatten diese Idee sämtlich Touristen… und so wanderten wir zwischen zahlreichen Asiaten im städtischen Outfit und könnte uns die eine oder andere Lästereinheit nicht verkneifen: Lippenstift, leichte Schlappen, Kinderwagen, Baumwollsachen – unglaublich wie sich einige auf den Weg begeben, auch wenn dieser leicht war, so gab es genug Steine, Schotter und viele Regen.

Als wir zurück gekehrt waren, war es gerade etwas trocken und so versuchten wir noch eine anspruchsvollere Strecke – berghoch. Sehr gut ausgebaut mit Stufen, aber leider hat dieses Stück mit meinen schlechten Trainigszustand knallhart vor Augen geführt: schnaufen und sehr sehr langsam stiefelte ich Steffen hinterher. Zwischendurch kam das „wandern hassende Kind“ in mir wieder durch und zu meinem Glück ging es auch wieder an zu regnen.

Die Sicht wurde schlechter und plötzlich donnerte es – ob Gewitter oder vielleicht doch ein Abbruch am Gletscher wir wissen es nicht. Auch wenn es bei dem einen Donner blieb, entschieden wir uns für den Abstieg – sehr zu meiner Freude…Völlig durchnäßt kamen wir in der Unterkunft an. Eine warme Dusche bewirkt Wunder und leckere Pfannkuchen von Steffen noch viel mehr…

Christchurch und Lake Tekapo

Gestern hatten wir eine Mammut Strecke zu bewältigen, dementsprechend früh ging es kurz vor 8 von Kaikoura nach Christchurch. Das Wetter war zugezogen und Tini döste mehr oder weniger die gesamte Fahrzeit. In Christchurch legten wir einen 2h Stop ein und machten eine kleine Sightseeingtour, natürlich mit 2 Eis Stops! 🤪

Dann Wetterbericht gecheckt, Tekapo soll die Sonne scheinen. Also von Christchurch ab nach Tekapo und 20km vor Tekapo ist tatsächlich eine Wetterscheide. Strahlender Sonnenschein, warm und dann das Bergpanorama und dazu die Lupinen. Der Hammer. Noch ein Abstecher hoch zum Observatorium und dort im Café umzingelt von viel zu viel Asiaten ein Kaffee getrunken und Kuchen gegessen. Toll hier oben, zu viel Menschen… nichts wie weg in unser Glamping. 👍

Kaikoura Frische Erdbeeren 🍓 im Dezember

Ein kleiner Nachtrag zum Tag in Kaikoura. Nach dem Delphin Event haben wir gefrühstückt und bis zum Mittag ganz Gemütlich entspannt. Zum Nachmittag ging es ins Dorf, etwas Shoppen, dekadenten Fisch genießen, eine kleine Wanderung mit vielen Stops und den Abend ganz gemütlich ausklingen lassen. Happy und zufrieden!

„Happy wife, happy life“

Nachtrag zu gestern:

Mit dieser Weisheit verabschiedeten wir uns gestern vom Aquapackers! Danke an Marc dafür, er hat es verstanden 😉 Steffen probiert sich und pflanzt diese Lebensweisheit in seinen Kopf, gerne helfe ich ihm auch auf die Sprünge, sollte sie mal in Vergessenheit geraten… 🤪

Ansonsten war der gestrige Tag eher entspannt. 12 km Wanderung und 5 Stunden Zeit. Demnach nahmen wir jede Bucht, jeden Strand und jeden Aussichtspunkt mit. Und wer ahnte es…, den Burger am Ende mussten wir uns förmlich reinschlingen (es war dennoch der leckerste Burger, den ich je gegessen habe) um den Bus mach Nelson zu bekommen. Steffen rannte vor, und musste ihn tatsächlich noch mal anhalten. Schwein gehabt! In Nelson haben wir dann unseren Mietwagen in Empfang genommen und haben uns auf den Weg mach Kaikoura gemacht. Der Weg dorthin war traumhaft schön und sehr abwechslungsreich. Steffen war glücklich, wieder in die Pedale treten zu können und testete das Auto erstmal… und so ging es zügig durch die Kurven, links, rechts, hoch und runter – ich quiekend auf dem Beifahrersitz. Am Ende sind wir gut angekommen und einfach nur noch ins Bett gefallen, denn die Delfine warteten ja schon auf uns… 🐬

Swimming with dolphins

Heute morgen um 05:30 ging es zum schwimmen mit Delphine. Beim ersten Stop, alle sprangen rein, kurze Zeit später ertönte das Signal für wieder rein kommen… was ist das große direkt vor uns. Oh yeah, ein Waal!!! Wie geil. Die ganze tourest aufregend und unbeschreiblich.